Selbsttest Auswertung


Wie du deine Ergebnisse lesen kannst:
Der Test zeigt individuelle Ausprägung verschiedener Denk-, Wahrnehmungs- und Regulationsbereiche.
Die Prozentwerte geben keine Diagnose, sondern eine Orientierung zur Selbsteinschätzung.

Jeder Bereich wird in fünf Stufen eingeordnet – von sehr niedrig bis sehr hoch.
Die Texte darunter beschreiben typische Erfahrungen, keine festen Eigenschaften.

Wichtig:

  • Ein hoher Wert bedeutet nicht „schlecht“, ein niedriger nicht „gut“.
  • Ergebnisse können sich je nach Lebensphase, Belastung oder Kontext verändern.
  • Ähnliche Muster können unterschiedliche Ursachen haben.

    Nutze die Texte als Einladung zur Reflexion – nicht als Schublade!


Innerer Aufwand für die Selbststeuerung


Dieser Bereich beschreibt, wie schwer es dir im Alltag fällt, Aufmerksamkeit, Handlungsbeginn, Reihenfolge und Zeitaufwand zu steuern – besonders unter Belastung oder bei mehreren gleichzeitigen Anforderungen.

0–20 % · sehr niedrig

Du kannst Aufmerksamkeit, Start, Reihenfolge und Zeitaufwand meist gut steuern. Ablenkung, Aufschieben oder Überforderung treten selten auf und belasten dich kaum. Struktur unterstützt dich, ohne viel Energie zu kosten.

21–40 % · niedrig

Deine Selbststeuerung ist überwiegend stabil, gerät aber in komplexen oder wenig motivierenden Situationen ins Wanken. Du brauchst gelegentlich Struktur oder äußere Orientierung, bleibst insgesamt aber handlungsfähig.

41–60 % · mittel

Deine Selbststeuerung ist situationsabhängig. Interesse, Sinn und äußere Rahmenbedingungen entscheiden stark darüber, wie gut du starten, fokussiert bleiben und Zeit einschätzen kannst. Mehrere parallele Anforderungen können spürbar stressen.

61–80 % · hoch

Selbststeuerung kostet dich deutlich Energie. Anfangen, Priorisieren und Zeitmanagement fallen dir oft schwer, besonders bei Aufgaben ohne inneren Sinnbezug. Du funktionierst besser mit klaren äußeren Strukturen, Deadlines oder sozialer Verbindlichkeit.

81–100 % · sehr hoch

Deine Selbststeuerung ist stark belastet. Ohne äußere Impulse oder hohen inneren Sinn kommt es häufig zu Aufschieben, Überfokussierung oder Überforderung. Unterbrechungen, Parallelität und fehlende Struktur wirken deutlich destabilisierend.

Belastung durch sensorische Verarbeitung

Dieser Bereich beschreibt, wie sensibel du auf Sinnesreize wie Geräusche, Licht, Gerüche, visuelle Eindrücke und Umgebungsreize reagierst und wie gut du diese im Alltag filtern, regulieren und verarbeiten kannst – insbesondere in neuen, vollen oder reizintensiven Umgebungen.


0–20 % · sehr niedrig

Sinneseindrücke belasten dich kaum. Geräusche, Licht, Gerüche oder visuelle Reize kannst du meist gut filtern und ausblenden. Auch in vollen oder neuen Umgebungen bleibst du körperlich und mental stabil, ohne dich schnell erschöpft oder überfordert zu fühlen.


21–40 % · niedrig

Du nimmst Sinnesreize bewusst wahr, kannst sie aber überwiegend gut regulieren. In reizintensiven oder ungewohnten Situationen kann es gelegentlich anstrengend werden, insgesamt bleibst du jedoch anpassungsfähig und funktional.


41–60 % · mittel

Deine sensorische Verarbeitung ist situationsabhängig. Bestimmte Reize nimmst du intensiver wahr als andere Menschen und kannst sie nicht immer ausblenden. In vollen, lauten oder neuen Umgebungen tritt schneller Erschöpfung auf, und du brauchst bewusst ruhigere Phasen zur Regulation.


61–80 % · hoch

Sinnesreize wirken auf dich deutlich intensiver. Geräusche, Licht, Gerüche oder visuelle Eindrücke können schnell überfordernd sein und lassen sich nur schwer ausblenden. Reizarme Phasen sind für deine Erholung wichtig, und sensorische Überlastung zeigt sich oft auch körperlich.


81–100 % · sehr hoch

Deine sensorische Verarbeitung ist stark empfindlich. Viele Sinneseindrücke werden intensiv, schnell überwältigend oder körperlich belastend erlebt. Reizüberflutung tritt häufig auf, besonders in vollen, lauten oder unstrukturierten Umgebungen. Reizarme Rückzugsphasen sind für dein Gleichgewicht und deine Stabilität essenziell.

Detailwahrnehmung & Mustererkennung


Dieser Bereich beschreibt, wie stark du Details, Abweichungen und Zusammenhänge wahrnimmst, wie leicht du Muster erkennst und wie viel Energie dich der Wechsel zwischen Detailfokus und Gesamtüberblick kostet.



0–20 % · sehr niedrig

Du nimmst Details eher selektiv wahr und fokussierst dich überwiegend auf das Gesamtbild. Kleine Abweichungen oder Unstimmigkeiten fallen dir meist nur auf, wenn sie explizit relevant sind. Der Wechsel zwischen Überblick und Detail kostet dich kaum zusätzliche Energie.


21–40 % · niedrig

Du bemerkst Details und Muster, wenn sie für dich sinnvoll oder notwendig sind. Feinheiten in Sprache, Verhalten oder Abläufen entgehen dir nicht grundsätzlich, stehen aber nicht dauerhaft im Vordergrund. Dein Denken bleibt überwiegend pragmatisch und effizient.


41–60 % · mittel

Deine Detailwahrnehmung ist ausgeprägt, aber situationsabhängig. Du erkennst Muster, Zusammenhänge und Unstimmigkeiten oft schnell, kannst jedoch zwischen Detailfokus und Gesamtüberblick wechseln. Dieser Wechsel erfordert spürbare, aber noch gut regulierbare Energie.


61–80 % · hoch

Du nimmst Details sehr intensiv wahr und erkennst Muster auch in komplexen Situationen schnell. Kleine Abweichungen, sprachliche Feinheiten oder strukturelle Unstimmigkeiten fallen dir sofort auf. Der Wechsel zwischen Detailfokus und Überblick kostet dich deutlich Energie, und oberflächliche Erklärungen empfindest du oft als unbefriedigend.


81–100 % · sehr hoch

Deine Wahrnehmung ist stark detailorientiert. Du verbindest Informationen automatisch zu größeren Zusammenhängen und erkennst übergeordnete Strukturen hinter einzelnen Ereignissen. Der permanente Wechsel zwischen Detailtiefe und Gesamtbild ist anstrengend und kann ermüden, gleichzeitig hast du einen ausgeprägten Bedarf an Tiefe, Präzision und stimmigen Erklärungen.

Innerer Aufwand bei sozialer Wahrnehmung & Kommunikation


Dieser Bereich beschreibt, wie intuitiv oder bewusst du soziale Situationen wahrnimmst, wie leicht dir soziale Regeln, Gesprächsdynamiken und angemessene Reaktionen fallen und wie viel kognitive Energie soziale Interaktionen kosten.


0–20 % · sehr niedrig

Soziale Situationen erschließen sich dir überwiegend intuitiv. Du erkennst soziale Regeln, Stimmungen und Gesprächsverläufe ohne großen Denkaufwand. Kommunikation fühlt sich für dich meist natürlich und wenig anstrengend an.


21–40 % · niedrig

Du bewegst dich in sozialen Situationen grundsätzlich sicher, musst aber gelegentlich bewusst nachjustieren. Unausgesprochene Regeln oder Gruppendynamiken können vereinzelt Unsicherheit auslösen, insgesamt bleibst du jedoch sozial handlungsfähig und flexibel.


41–60 % · mittel

Deine soziale Wahrnehmung ist stark situationsabhängig. In klaren, inhaltlich strukturierten Gesprächen fühlst du dich sicherer als in offenen oder stark sozialen Kontexten. Du analysierst soziale Situationen häufiger bewusst und denkst nach Begegnungen oft über Gesagtes oder Ungesagtes nach.


61–80 % · hoch

Soziale Interaktionen kosten dich deutlich Energie. Du achtest bewusst darauf, wann und wie du etwas sagst, und ungeschriebene soziale Regeln erschließen sich dir nicht immer automatisch. Smalltalk fällt dir schwerer als sachliche Gespräche, und du erlebst soziale Situationen häufig als analytisch statt intuitiv.


81–100 % · sehr hoch

Soziale Wahrnehmung und Kommunikation erfordern bei dir dauerhaft bewusste Steuerung. Du bist in sozialen Situationen oft unsicher, ob dein Verhalten angemessen ist, und nimmst Spannungen oder Stimmungen sehr sensibel wahr. Nach sozialen Kontakten brauchst du häufig Erholungszeit, da soziale Interaktion kognitiv und emotional stark beanspruchend ist.

Innerer Aufwand bei emotionaler Wahrnehmung & Regulation


Dieser Bereich beschreibt, wie gut du deine eigenen Gefühle wahrnimmst, benennen kannst und wie leicht oder schwer es dir fällt, emotionale Zustände zu regulieren – insbesondere bei intensiven oder langanhaltenden Gefühlen.


0–20 % · sehr niedrig

Du nimmst deine Gefühle klar wahr und kannst sie meist gut benennen und regulieren. Emotionale Zustände wirken bei dir eher kurzzeitig und überfordern dich selten. Dein emotionales Erleben bleibt überschaubar und gut steuerbar.


21–40 % · niedrig

Du hast grundsätzlich Zugang zu deinen Gefühlen, brauchst aber gelegentlich Zeit, um sie einzuordnen. Emotionale Reaktionen sind spürbar, beeinträchtigen dich jedoch nur selten in deinem Alltag. Die Regulation gelingt überwiegend stabil.


41–60 % · mittel

Deine emotionale Wahrnehmung ist differenziert, aber nicht immer eindeutig. Körperliche Signale kündigen Gefühle oft früher an als dein bewusster Zugriff darauf. Intensive Emotionen können nachwirken und erfordern bewusste Regulation, bleiben jedoch handhabbar.


61–80 % · hoch

Gefühle erlebst du häufig intensiv und vielschichtig. Es fällt dir schwer, ähnliche emotionale Zustände klar voneinander zu unterscheiden oder sie im richtigen Moment zu regulieren. Emotionale Eindrücke wirken lange nach und können dich zeitweise blockieren oder stark beanspruchen.


81–100 % · sehr hoch

Dein emotionales Erleben ist sehr intensiv und komplex. Du spürst deutlich, dass etwas in dir vorgeht, kannst aber oft erst zeitverzögert verstehen, was genau. Gefühle überlagern sich, wirken lange nach und können zu innerer Überforderung oder Regulationsschwierigkeiten führen.

Empathie (kognitiv & emotional)


Dieser Bereich beschreibt zwei unterschiedliche Formen von Empathie, die unabhängig voneinander ausgeprägt sein können:

Kognitive Empathie: das gedankliche Verstehen von Perspektiven, Motiven und inneren Zuständen anderer Menschen.
Emotionale Empathie: das emotionale Mitfühlen und die affektive Resonanz auf die Gefühle anderer.

Beide Werte werden getrennt ausgewiesen und können stark voneinander abweichen.


0–20 % · sehr niedrig

Kognitive Empathie:
Du hast Schwierigkeiten, die Gedanken, Motive oder Perspektiven anderer Menschen nachzuvollziehen. Soziale Dynamiken bleiben oft unklar oder wirken wenig relevant.

Emotionale Empathie:
Die Gefühle anderer berühren dich kaum. Emotionale Distanz ist hoch, Stimmungen oder emotionale Reaktionen wirken wenig ansteckend.


21–40 % · niedrig

Kognitive Empathie:
Du kannst andere Menschen grundsätzlich verstehen, brauchst dafür aber bewusste Aufmerksamkeit oder klare Hinweise. Implizite Motive erschließen sich nicht immer automatisch.

Emotionale Empathie:
Du nimmst Gefühle anderer wahr, bleibst aber innerlich meist gut abgegrenzt. Emotionale Reaktionen wirken eher gedämpft oder kurzfristig.


41–60 % · mittel

Kognitive Empathie:
Du kannst Perspektiven, Absichten und Denkweisen anderer gut erfassen. In komplexen sozialen Situationen ist gelegentliches Nachdenken oder Nachjustieren nötig.

Emotionale Empathie:
Du fühlst mit anderen mit, ohne dich dauerhaft zu verlieren. Emotionale Resonanz ist vorhanden, bleibt aber meist regulierbar.


61–80 % · hoch

Kognitive Empathie:
Du verstehst sehr schnell, warum Menschen denken und handeln, wie sie handeln – auch bei widersprüchlichen oder schwierigen Verhaltensweisen. Zwischenmenschliche Dynamiken analysierst du häufig automatisch.

Emotionale Empathie:
Gefühle anderer wirken deutlich auf dich ein. Stimmungen können überspringen und deine eigene emotionale Lage beeinflussen. Abgrenzung kostet spürbar Energie.


81–100 % · sehr hoch

Kognitive Empathie:
Du kannst dich tief in andere Menschen hineinversetzen, auch wenn ihre Lebensrealität, Werte oder Entscheidungen stark von deinen eigenen abweichen. Motive und innere Prozesse erkennst du oft schneller als die Betroffenen selbst.

Emotionale Empathie:
Emotionale Resonanz ist sehr intensiv. Die Gefühle anderer können dich stark berühren oder überfluten. Eine klare emotionale Abgrenzung fällt schwer und erfordert bewusste Regulation.


Hinweis zur Einordnung

Hohe oder niedrige Werte in einem der beiden Bereiche sind für sich genommen nicht „gut“ oder „schlecht“.
Besonders ungleiche Ausprägungen (z. B. hohe kognitive bei niedriger emotionaler Empathie – oder umgekehrt) können auf unterschiedliche Verarbeitungsstile hinweisen.

Masking / Anpassungsstil


Dieser Bereich beschreibt, wie stark du dein Verhalten, deine Reaktionen oder deine Wirkung auf andere bewusst anpasst, um sozialen Erwartungen zu entsprechen oder besser zu funktionieren – und wie viel Energie dich diese Anpassung kostet.


0–20 % · sehr niedrig

Du verhältst dich in sozialen Situationen überwiegend authentisch und wenig angepasst. Dein inneres Erleben und dein äußeres Auftreten stimmen meist gut überein. Soziale Erwartungen beeinflussen dein Verhalten nur gering.


21–40 % · niedrig

Du passt dich in bestimmten Situationen bewusst an, ohne dich dabei stark zu verbiegen. Anpassung ist für dich situativ hilfreich, kostet aber insgesamt wenig Kraft und fühlt sich meist kontrollierbar an.


41–60 % · mittel

Du nutzt Anpassung gezielt, um soziale Situationen gut zu bewältigen. Nach außen wirkst du oft stabiler oder sicherer, als du dich innerlich fühlst. Masking ist funktional, kann aber bei längerer Dauer ermüden.


61–80 % · hoch

Du passt dein Verhalten häufig bewusst an. Du überlegst, wie du wirken möchtest, hältst innere Reaktionen zurück und erfüllst Erwartungen auch dann, wenn es dich Energie kostet. Nach außen funktionierst du oft besser, als es sich innerlich anfühlt.


81–100 % · sehr hoch

Anpassung ist für dich ein zentraler Bewältigungsmechanismus. Du regulierst dein Verhalten stark, um akzeptiert zu werden oder reibungslos zu funktionieren. Auf Dauer ist Masking sehr anstrengend und kann zu Erschöpfung oder innerem Rückzug führen.

Stressbedingte Überlastung


Dieser Bereich beschreibt, wie dein System auf Stress, Mehrfachanforderungen und anhaltende Belastung reagiert – sowohl mental als auch körperlich – und wie schnell Überforderung oder Erschöpfung eintritt.


0–20 % · sehr niedrig

Stress beeinflusst dich nur gering. Auch bei mehreren gleichzeitigen Anforderungen bleibst du klar, handlungsfähig und stabil. Erholungszeiten sind kurz, und Belastung wirkt kaum nach.


21–40 % · niedrig

Du reagierst auf Stress spürbar, kannst ihn aber meist gut ausgleichen. Überforderung tritt gelegentlich auf, bleibt jedoch zeitlich begrenzt und gut regulierbar.


41–60 % · mittel

Deine Stressverarbeitung ist situationsabhängig. Bei höherer Belastung fällt klares Denken schwerer, und Erschöpfung kann sich ankündigen. Du brauchst bewusst Erholungsphasen, um dein Gleichgewicht zu halten.


61–80 % · hoch

Stress wirkt sich deutlich auf dich aus. Mehrere gleichzeitige Anforderungen können schnell überfordernd sein. Rückzug, inneres Abschalten oder körperliche Reaktionen treten häufiger auf, und Erholung dauert länger.


81–100 % · sehr hoch

Dein System reagiert stark auf Belastung. Schon kleinere Stressoren können sich überwältigend anfühlen. Überlastung zeigt sich mental, emotional oder körperlich, und klare Gedanken sind in solchen Phasen schwer zugänglich. Längere Regenerationszeiten sind notwendig.

Meta-Denken / Reflexionsstil


Dieser Bereich beschreibt, wie stark du dein eigenes Denken, Fühlen und Handeln beobachtest, analysierst und reflektierst – sowohl während Situationen als auch im Nachhinein.


0–20 % · sehr niedrig

Du handelst überwiegend intuitiv und spontan. Dein Fokus liegt auf dem Erleben selbst, nicht auf der Analyse deiner inneren Prozesse oder äußerer Zusammenhänge.


21–40 % · niedrig

Du reflektierst gelegentlich über dein Denken oder Handeln, vor allem bei besonderen Ereignissen. Im Alltag überwiegt jedoch das unmittelbare Reagieren.


41–60 % · mittel

Reflexion ist für dich ein vertrautes Werkzeug. Du denkst über Situationen nach, um sie besser zu verstehen, ohne dabei dauerhaft im Analysieren zu bleiben.


61–80 % · hoch

Du beobachtest dein Denken, Fühlen und Handeln häufig bewusst. Während oder nach Situationen analysierst du Abläufe, Motive und Zusammenhänge. Erlebtes beschäftigt dich oft noch im Nachhinein.



81–100 % · sehr hoch

Meta-Denken ist ein dominanter Denkstil. Du reflektierst kontinuierlich innere Prozesse, soziale Dynamiken und Ereignisse. Gedanken und Situationen werden intensiv nachbearbeitet, was zu Tiefe und Verständnis, aber auch zu gedanklicher Überlastung führen kann.

Innere Werte / Regeln


Dieser Bereich beschreibt, wie stark innere Werte, moralische Maßstäbe und persönliche Regeln dein Denken, Fühlen und Handeln strukturieren – und wie intensiv Abweichungen davon auf dich wirken.


0–20 % · sehr niedrig

Innere Regeln spielen für dich eine untergeordnete Rolle. Du kannst flexibel mit unterschiedlichen Wertvorstellungen umgehen und reagierst gelassen auf Regelabweichungen oder Ungerechtigkeiten.


21–40 % · niedrig

Du hast grundlegende Werte, bist aber in der Lage, unterschiedliche Perspektiven stehen zu lassen. Regelverstöße oder widersprüchliche Haltungen beschäftigen dich meist nur kurzzeitig.


41–60 % · mittel

Deine Werte geben dir Orientierung, ohne dein Denken zu dominieren. Ungerechtigkeiten oder Regelbrüche können dich innerlich bewegen, bleiben aber in der Regel gut integrierbar.


61–80 % · hoch

Du hast klare innere Maßstäbe für richtig und falsch. Regelverstöße, Ungerechtigkeiten oder Wertekonflikte beschäftigen dich intensiv. Situationen, die deinen Überzeugungen widersprechen, können emotional oder gedanklich stark nachwirken.



81–100 % · sehr hoch

Innere Werte und Regeln sind ein zentrales Steuerungssystem für dich. Abweichungen davon lösen starke Reaktionen aus. Der Umgang mit Menschen oder Situationen, die deinen Grundüberzeugungen widersprechen, ist emotional wie kognitiv sehr herausfordernd.

Einordnung der Gesamtergebnisse


Der Test ist nicht darauf ausgelegt, einzelne Eigenschaften isoliert zu bewerten, sondern Muster über mehrere Bereiche hinweg sichtbar zu machen.


Wenn sich erhöhte oder sehr hohe Werte nicht nur in einem einzelnen Bereich zeigen, sondern gleichzeitig in mehreren der folgenden Dimensionen:

– Selbststeuerung und Handlungsregulation
– sensorische oder emotionale Reizverarbeitung
– Detailwahrnehmung, Mustererkennung oder Meta-Denken
– soziale Wahrnehmung oder Anpassungsaufwand
– Stress- und Überlastungsreaktionen

kann dies auf eine neurodivergente Verarbeitungsweise hindeuten.


Dabei ist nicht entscheidend, welcher einzelne Bereich besonders ausgeprägt ist, sondern die Kombination mehrerer Bereiche und die innere Logik, mit der sie zusammenwirken.


Einzelne hohe Werte können viele Ursachen haben, zum Beispiel aktuelle Belastungen, biografische Erfahrungen oder situative Anforderungen. Ein konsistentes Muster über mehrere Bereiche hinweg spricht eher für eine grundlegende Art der Wahrnehmung, Verarbeitung und Regulation.


Diese Einordnung ersetzt keine Diagnose. Sie dient als Orientierung zur Selbstreflexion und kann helfen, eigene Erfahrungen differenzierter einzuordnen – ohne sie vorschnell zu bewerten oder festzulegen.